Sonntag, 30. Januar 2005

Radfernfahrt auf Seumes Spuren

seumeDer Allgemeine Deutsche Fahrradclub lädt zu einer Radtour rund um die Ostsee ein. Zweihundert Jahre nach der Nordlandreise des Dichters Johann Gottfried Seume sollen auf der alten Route neue Kontakte geknüpft werden. Start ist am 13. April 2005 um 9.00 Uhr auf der Petersstraße in Leipzig. Am 21. April will man in Warschau sein, vom 5. bis 7. Mai gibt es im lettischen Riga eine internationale Seume-Konferenz, am 12. Mai im estnischen Tartu eine weitere Tagung zu Ehren des Dichters. Über Russland, Finnland, Schweden und Dänemark wollen die Seume-Radler dann Ende Juni wieder in Leipzig eintreffen. Interessenten finden im Internet nähere Informationen unter www.seume.de

Kernspin-Tomograph als Lügendetektor

Alle bisherigen Lügendetektoren funktionieren nicht einwandfrei, denn die erfassten körperlichen Reaktionen kann jeder Mensch unterdrücken oder trainieren. Wirklich untrüglich ist nur der Blick ins Gehirn. Der amerikanische Radiologe Scott Faro hat jetzt mit Hilfe von Kernspintomographen die Gehirnareale beschrieben, die beim Lügen besonders viel Sauerstoff verbrauchen: Stirnhirn, Schläfenlappen und das limbische System. Denn das Lügen ist ein erlernter Vorgäng, bei dem das Gehirn zugleich Wahrheit und Unwahrheit denken muß und zusätzlich eigenes gegen fremdes Wissen abwägen muß. An diesem Prozess ist ein Netzwerk von viel mehr Hirnarealen beteiligt als an einfachen Gedanken. Stress oder Angst prägen sich in anderen Arealen aus und können somit ausgeschlossen werden. Faros Kunden in den USA sind Versicherungen, Sicherheitsfirmen, Justiz und Geheimdienste.

Sonntag, 23. Januar 2005

Neue Grenzwerte

Seit Januar 2005 gelten in der EU für Ballungsräume strengere Schadstoffgrenzwerte für Feinstaubpartikel und Stickoxide. Besonders Dieselruß und Reifenabrieb greifen die Atemwege an und schwächen das Immunsystem. Deshalb haben auch die nationalen Regierungen ihre Schadstoffgrenzwerte jetzt verschärft. So darf z.B. der Messwert von 50 Mikrogramm Feinstäube pro Kubikmeter Luft nicht öfter als 35-mal im Jahr überschritten werden. Verantwortlich für die Umsetzung sind die Stadtverwaltungen der Großstädte, die erforderlichenfalls Fahrverbote für ihre Innenstädte aussprechen müssen. Auch eine City-Maut wie in London ist im Gespräch.

Drei neue Förderprogramme

Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet seit Januar drei neue Programme zur Förderung umweltbewußten Bauens an: "Wohnraum Modernisieren", "Ökologisch Bauen" und "Solarstrom Erzeugen". Während "Wohnraum Modernisieren" CO2-mindernde Maßnahmen besonders in Altbauten unterstützt, fördert "Ökologisch Bauen" den Neubau von Energiesparhäusern. "Solarstrom Erzeugen" finanziert private Photovoltaik-Anlagen mit jeweils bis zu 50 000 Euro. Förderanträge an die KfW können über die Hausbank oder Sparkasse gestellt werden. Informationen gibt es am Infotelefon der KfW unter 01801-335577 oder im Internet unter www.kfw-foerderbank.de

Dienstag, 18. Januar 2005

Ein Jahr gentechnikfreie Zonen

Gegen die »grüne Gentechnik« haben sich inzwischen 11 600 Landwirte in 50 Regionen Deutschlands verbündet. BUND, Deutscher Bauernbund und mittelständische Saatguthersteller unterstützen die freiwilligen Vereinbarungen von Landwirten, in denen sie sich gegenseitig zusichern, keine gentechnisch veränderten Saaten auf ihren Feldern auszubringen. Die etwa 50 Zonen umfassen eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 430 000 Hektar. In Sachsen-Anhalt wird zur Zeit in fünf Regionen gentechnikfrei gewirtschaftet: in Salzwedel-Arendsee (6500 Hektar), Rätzlingen (3000 Hektar), Klötze (7000 Hektar), Vorharz (5000 Hektar) und Halle/Saale (1737 Hektar).

Mittwoch, 12. Januar 2005

Deich zurückverlegt

Im Oberluch bei Roßlau wurde jetzt der erste größere Deich in Sachsen-Anhalt zurückverlegt. Damit hat die Elbe 140 Hektar natürliches Überflutungsgebiet mehr zur Verfügung. Das Landes-Umweltministerium hat 2,1 Millionen Euro für das Projekt «Oberluch Roßlau» ausgegeben, das auch der Ökologie der Auenlandschaft im Biosphärenreservat Mittelelbe zugute kommt. 2005 sollen beim Hochwasserschutz die Schwerpunkte in den Flussbereichen von Wittenberg, Osterburg, Genthin, Schönebeck, Merseburg, Sangerhausen und Halberstadt liegen.

Freitag, 7. Januar 2005

Kräuter statt Antibiotika

Die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft testet in Braunschweig neue Hühnerfütter-Mischungen, die statt der in der Massentierhaltung üblichen Antibiotika natürliche Kräuter enthalten. Pellets mit Beigaben von Bohnenkraut haben sich wegen ihrer ätherischen Öle als besonders wirksam erwiesen. Auch Thymian, Oregano, Salbei, Pestwurz und Primeln wurden von den Mastbroilern gut angenommen. Oregano wirkt besonders vorbeugend gegen Durchfall und Lungenkrankheiten. Die Untersuchungen stützen die Forderungen von Tierschützern und Ernährungsexperten, Antibiotika im Tierfutter endlich EU-weit ohne Ausnahmen zu verbieten.

Grünes Europabüro in Halle

Die Grünen Europaabgeordneten Gisela Kallenbach und Milan Horácek eröffneten Ende Dezember ein sogenanntes Europabüro in der Großen Klausstraße 11 (Tel. 203 86 06). Büroleiterin ist Frau Maren Lange. Die Leipziger Biologin Gisela Kallenbach war in der Vergangenheit als EU-Verwalterin im Kosovo tätig. Milan Horácek ist als tschechischer Dissident, Bonner Bundestagsabgeordneter und Frankfurter Kommunalpolitiker in Erinnerung.

Gendiagnostik-Gesetz geplant

Das Bundesjustizministerium plant ein Gendiagnostik-Gesetz, dass heimliche Vaterschaftstests verbieten soll. Etwa 15 000 heimliche genetische Tests sollen bisher pro Jahr in Deutschland in Auftrag gegeben werden. Es sind meist Männer, die Blut oder Speichel des Kindes an ein spezialisiertes Labor schicken. Zur Not reicht auch eine gebrauchte Zahnbürste oder ein ausgespucktes Kaugummi des zweifelhaften Sprösslings zur Analyse aus. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will jetzt die Rechte der Kinder auf informationelle Selbstbestimmung stärken. Die Rechte der Eltern auf Klärung ihrer Familienverhältnisse können dann nur noch durch eine offene Anfechtung der Vaterschaft vor Gericht eingeklagt werden. Dabei wird vom männlichen Zweifler ein "schlüssig vorgetragener Verdacht" verlangt.

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