Im Magdeburger Landtag sind zwei Kleine Anfragen zum Holzeinschlag im Naturschutzgebiet Plötzkauer Auwald durch den Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt gestellt worden. SPD- und PDS-Abgeordnete wollen wissen, wer in den vergangenen Jahren Genehmigungen für den Holzeinschlag im Naturschutzgebiet Auwald Plötzkau erteilt hat. Weiter wird gefragt, wann die obere Naturschutzbehörde durch den Landesforstbetrieb über den Holzeinschlag im Jahre 2005 unterrichtet wurde. In dem genannten Naturschutzgebiet wurden im späten Frühjahr massenhaft Eichen gefällt, obwohl Holz dort nur im Winter eingeschlagen werden darf. Die Abgeordneten rügen auch Verstöße gegen die Behandlungsrichtlinie des Plötzkauer Auwaldes, Festlegungen zu Menge und Beschaffenheit des zu fällenden Bestandes wurden mißachtet. Gegen den Leiter des Forstamtes Dessau wurde vom Landrat des Kreises Bernburg Strafanzeige gestellt. Unter dem Kodewort "Holzauktion" wurden in den vergangenen Jahren immer wieder zweifelhafte Holzverkäufe durch Landesbedienstete getätigt.
stulli - 23. Jul, 23:13
Der Fachbereich Umwelt der Stadtverwaltung hat den Entwurf eines vorläufigen Aktionsplans zur Reduzierung der Feinstaubemissionen in Halle ausgelegt. Im Technischen Rathaus Hansering 15 können Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 15. Oktober Einsicht in das Dokument nehmen, sowie Hinweise und Einwände vorbringen. Anlaufstelle ist dort das Zimmer 134, Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr. Der Plan ist auch auf den Internetseiten der Stadtverwaltung unter
www.halle.de einsehbar. Der kurzfristige Aktionsplan war notwendig geworden, weil an einer Meßstelle das Tagesmittel von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter bereits 35-mal im Jahr überschritten wurde.
stulli - 23. Jul, 23:11
Die "Umweltallianz Sachsen-Anhalt" hat einen Wettbewerb zur Förderung innovativer Umweltinitiativen und des betrieblichen Umweltschutzes ausgelobt. Der neue Preis der "Umweltallianz" ist mit 12 000,- Euro dotiert und wird erstmals Anfang 2006 vergeben. Tonangebend in der "Umweltallianz" sind der ehemalige Geschäftsführer der DOW Deutschland GmbH, Bart J. Groot, die Landes-Umweltministerin Petra Wernicke und der Betriebsleiter des Otto-Versands Haldensleben, Diethard Welsch. Die Bewerbungsfrist für den Wettbewerb endet am 31. Oktober.
stulli - 23. Jul, 23:11
Zehn katholische und evangelische Einrichtungen in Deutschland lassen bis zu einem Jahr lang ihre Wirtschaftsweise von Öko-Rating-Agenturen unter die Lupe nehmen. Die Beatungsfirmen prüfen für viel Geld das Umweltmanagement der Glaubensgemeinschaften auf seine Zukunftsfähigkeit nach der europäischen Norm EMAS. Personalabbau und soziale Einschnitte spielen dabei nur dann eine Rolle, wenn sie einen direkten Einfluß auf den Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Strom, Gas, Benzin und Heizöl haben.
stulli - 21. Jul, 01:59
Die milden Winter der vergangenen Jahre begünstigten die Vermehrung von Feldmäusen. Nun beklagen Bauernverband und LPG-Nachfolger einen zunehmenden Mäusebefall auf großen Getreideäckern im Saalkreis. Bei bis zu 1000 Tieren pro Hektar werden Ernteverluste um die drei Prozent erwartet. Bei Landsberg sollen die Mäuse an einigen Stellen Kahlfraß angerichtet haben. Durch die hochtechnisierte Ernteweise sind die Tiere darauf angewiesen, sich bis zur Ernte vollzufressen. Die Mäuse beginnen deshalb schon im Winter mit dem Wurzelfraß. Wenn das Getreide reif wird, beginnt ein Wettbewerb zwischen halmfällenden und halmumwerfenden Nagern. Begünstigend für das Wachstum der Mäusepopulation wirkt auch, dass immer weniger Äcker konventionell gepflügt werden. Der Bauernverband fordert jetzt mehr Sitzkrücken für Raubvögel.
stulli - 13. Jul, 21:19
Am 30.Juni 2005 fand im Parlamentsgebäude von Ufa die Gründungsversammlung der "Gesellschaftlichen Regionalvereinigung für Russisch-Deutsche Freundschaft in Baschkortostan" statt. Initiatoren waren Hochschulangehörige und staatliche Stellen Baschkiriens. Der Verein gab sich eine Satzung, wählte einen Vorstand und fasste den Beschluss, dass am 04.November 2005 die erste Regionalkonferenz des Vereins in Deutschland beginnen soll. Themenschwerpunkte sollen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Tourismus und Umwelt werden. Als Veranstaltungsorte bieten sich Städte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern und Brandenburg an. Auch Halle/Saale ist noch im Rennen.
stulli - 13. Jul, 19:56
Das erste weltweite Register für genetische Umweltverschmutzung ist Anfang Juni in London online gegangen. Unter
www.gmcontaminationregister.org können bequem Details aller bekannten Kontaminationsfälle bei Nahrungs- und Futtermitteln, Saatgut und Wildpflanzen abgerufen werden. Betreiber sind GeneWatch UK und Greenpeace International. Die durchsuchbare Datenbank zeigt auf, dass es seit 1996 in 27 Ländern zu 62 Fällen illegaler oder undeklarierter Kontaminationen kam. Elf Fälle wurden in den USA registriert, aber auch Kanada, Ägypten, Bolivien, Nikaragua, Japan, Südkorea, Indien, Brasilien, China, Thailand und die EU-Länder füllen das Register.
stulli - 13. Jul, 19:53
Der 2003 begonnene Petra-Schacht in der Kaligrube Teutschenthal ist fertiggestellt. In 700 Meter Tiefe durchstießen Bergleute den letzten halben Meter des 4,7 Kilometer langen Frischluftschachts zwischen den Grubenteilen Teutschenthal und Angersdorf. Der zweite Ausgang war am 1996 bei einem Gebirgsschlag zerstört worden, wobei auch 2,5 Quadratkilometer des Ostfeldes verschüttet wurden. Die Grube selbst ist stillgelegt und darf nach Bergrecht mit problematischen Abfällen verfüllt werden.
stulli - 8. Jul, 14:47
Ein Erlass des Europäischen Parlaments sieht vor, dass sich ab 2006 die Passagiere in allen Bussen anschnallen müssen. Der Einbau von Sicherheitsgurten in Busse und Nutzfahrzeuge soll sechs Monate nach In-Kraft-Treten der geplanten EU-Regelung Pflicht werden - voraussichtlich noch Ende dieses Jahres.
stulli - 8. Jul, 14:43
In den USA ist ein Medikament zugelassen worden, das gezielt bei Schwarzen wirken soll. Die Behörde FDA gab das Mittel BiDil frei und sprach von einem wichtigen Schritt zu einer "maßgeschneiderten Medizin". In Studien senkte BiDil das Risiko eines Herztodes von Afro-Amerikanern mit Herzschwäche, während Weiße von der Einnahme kaum profitierten. Die Arznei hatte Diskussionen über "rassistische Medizin" ausgelöst.
stulli - 8. Jul, 14:40
Um Festungstürme, Wallgräben und Pallisaden des ehemaligen römischen Grenzwalls Limes besser touristisch vermarkten zu können, haben Bürgermeister und Landräte von fünf hessischen Landkreisen einen "Limes- Entwicklungsplan" beschlossen. Naturschutzverbände, Naturparks, Forstbehörden und private Eigentümer waren auch dafür. Das mehrere hundert Seiten starke Werk macht Vorschläge zu Schutz, Erforschung und touristischer Erschließung einzelner Abschnitte des "antigermanischen Schutzwalls". So wird zum Beispiel am Kastellplatz Arnsberg die Stilllegung von Ackerflächen vorgeschlagen, um den Limes vor dem Pflügen zu schützen. Auch Patenschaftsmodelle, Vereine und Sponsoren sollen Rad- und Wanderwege ausbauen und vermarkten helfen.
stulli - 8. Jul, 14:37
Mit einem symbolischen Spatenstich begannen vorige Woche die Arbeiten am 3. Bauabschnitt der Osttangente. Von der Leipziger Chaussee aus soll die Umfahrung bis Ende 2006 zur Delitzscher Straße verlängert werden. Schwierig ist vor allem der Bauabschnitt entlang des Hufeisensees, wo eine 118 Meter lange und 24 Meter breite Grundwasserwanne in den Boden getrieben werden muß. Für die Bauarbeiten stehen 21,2 Millionen Euro bereit, davon sind 14,7 Millionen Euro Fördermittel von EU, Bund und Land. Hinzu kommen 5,5 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, was mit der besseren Verkehrsanbindung der Gewerbegebiete im Osten Halles begründet wird.
stulli - 4. Jul, 15:58
Das Ratswerder ist die kleine Halbinsel hinter der Stadtschleuse bei Karstadt. Jetzt will das Wasser- und Schifffahrtsamt Magdeburg das Ufer dort mit einem Zaun absperren. Die Behörde beruft sich auf ihre Verkehrssicherungspflicht: dort habe mal eine Plane am Ufer gelegen, die niemand wegräumen wollte. Und Komposthaufen seien aufgeschüttet worden. Vor drei Wochen wurde dann begonnen, einen 250 Meter langen Drahtgitterzaun zu errichten. Zwei Anwohner reichten dagegen Klage beim Amtsgericht ein. Wegen der Klage stellte das Schifffahrtsamt den Zaunbau zunächst ein. Am ersten Verhandlungstag gab der Richter den Streitparteien drei Wochen Zeit, sich friedlich zu einigen. Die Anwohner wollen in dieser Zeit den Kompost wegräumen.
stulli - 4. Jul, 15:57
Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor zusätzlichen Umweltlasten, wenn Union und FDP nach einem Regierungswechsel die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke verlängern sollten. Bei durchschnittlich 40 Jahren Betriebsdauer (anstelle der im Atomkonsens festgelegten 32 Jahre) würden nicht „nur" 5800 Tonnen abgebrannte Brennelemente anfallen, sondern 9200. Bei 50 Jahren wären es 13300, bei 60 sogar 17500 Tonnen. Alle zwölf deutschen AKW-Standorte werden in Kürze über atomare Zwischenlager verfügen, in denen die abgebrannten Brennelemente bis zu 40 Jahre lang stehen können. Zusätzlich wird diskutiert, die Castor-Behälter nach längerer Standzeit und gesunkener Wärmeentwicklung dichter zu gruppieren, um Platz für mehr Brennelemente zu schaffen.
stulli - 4. Jul, 15:56
Die Autobahn E 55 zwischen Dresden und Prag soll durch das böhmische Mittelgebirge bei Therezin geführt werden, das ehemalige Theresienstadt. In Tschechien wird die Autobahn E 55 auch als D8 bezeichnet. Seit 1968 wird dort geplant, später versprach die EU großzügige Subventionen. Vor allem die lokale Bürgerinitiative "Kinder der Erde" protestiert jetzt gegen die im Planfeststellungsverfahren vorgeschlagene Trassenführung. Nach ihrer Meinung soll die Autobahn am Mittelgebirge vorbei durch das Braunkohletagebaugebiet bei Most geführt werden und einen zusätzlichen Tunnel von 3,5 Kilometer Länge erhalten. Sechs Klagen von Anwohnern gegen die oberirdische Trassenführung sind anhängig, was bisher eine aufschiebende Wirkung für das Bauvorhaben hat.
stulli - 4. Jul, 15:55
Bei Wettin staut die Pögritz-Mühle die Saale auf, was einheimischen Fischen bisher den Weg zu ihren Laichplätzen am Oberlauf der Saale verwehrte. Eine Fischtreppe schafft nun Abhilfe. Die Idee dazu hatte ein bayrischer Investor, dem die Mühle seit der "Wende" gehört. Nun wurde aus großen Natursteinen eine Art künstlicher Gebirgsbach neben der Saale aufgebaut, den die Fische schon gut angenommen haben. Auch der Landeswasserbetrieb und das Landesverwaltungsamt haben die Fischtreppe inzwischen abgenommen.
stulli - 4. Jul, 15:53
In Salzmünde wird zur Zeit eine Ortsumgehungsstraße geplant, die auch als Zubringer zur Autobahn A 143 dienen soll. Da noch nicht klar ist, ob das Flüsschens Salza gequert werden darf, soll die Entlastungsstraße jetzt mitten im Ort an der Straße nach Benkendorf enden. Das Gelände an der Salza zwischen Salzmünde und Benkendorf gilt als besonders schützenswerter Landschaftsteil. Inzwischen hat sich eine Anwohner-Initiative gegründet, die eine zusätzliche Brücke über die Salza fordert. So sollen die erwarteten 10 000 Autos pro Tag von der Benkendorfer Landstraße fern gehalten werden. Bauträger des Vorhabens ist die Planungsgesellschaft für die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (Deges), die nun ein Umwelt-Gutachten in Auftrag gegeben hat.
stulli - 4. Jul, 15:50