Samstag, 10. September 2005

440 Kilometer Deiche saniert

Bis Ende 2005 werden in Sachsen-Anhalt insgesamt 298 Millionen Euro für die Sanierung der Deiche und den technischen Hochwasserschutz geflossen sein, teilte die Magdeburger Staatskanzlei anläßlich des dritten Jahrestages der "Jahrhundertflut" an Elbe und Mulde mit. Von l343 Kilometer Deichanlagen in Sachsen-Anhalt werden Ende des Jahres 440 Kilometer saniert sein. Vor der Flut waren es nur 67 Kilometer.

Neue Essstörung

Der amerikanische Arzt Steven Bratman hat eine neue Krankheit definiert. Die Öko-Essstörung (lateinisch Orthorexia nervosa) soll der krankhafte Zwang sein, sich gesund zu ernähren. Nach dem Vorbild von Magersucht (Anorexia nervosa) und Ess-Brechsucht (Bulimie) soll das neue Krankheitsbild Überteibungen beim gesunden Essen beschreiben. Wer mehr als drei Stunden am Tag über seine Ernährung nachdenkt, die Mahlzeiten mehrere Tage im Voraus plant und den ernährungsphysiologischen Wert über die Freude am Essen stellt, gehört zur Risikogruppe. Krankenkassen und Umweltverbände lehnen die neue Krankheitsdefinition ab, doch der "Bundesverband Essstörungen" rührt schon die Werbetrommel und in München gibt es bereits eine Beratungsstelle mit Selbsthilfegruppe für Extrem-Gesundesser.

Dienstag, 30. August 2005

Nachhaltigkeit in China

Chinas Staatspräsident Hu Jintao bekräftigte in einem Interview mit der Pekinger Rundschau die Forderung der Parteiführung nach einer nachhaltigen Entwicklung als Staatsziel. Auf seiner Inspektionsreise durch die zentralchinesischen Provinzen Henan, Jiangxi und Hubei bezeichnete er die Nachhaltigkeit als einen Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren. Die Entwicklungstrends im In- und Ausland zeigten, dass die Bedingungen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren derzeit sehr günstig seien. Besonders genannt wurden regenerative Energien, der Kyoto-Prozess und eine Altauto-Verordnung.

Polnisches Atomkraftwerk

Das polnische Wirtschaftsministerium plant laut der Tageszeitung Gazeta Wyborcza bis zum Jahr 2020 den Bau mindestens eines Atomkraftwerkes. Es soll Kohlekraftwerke ersetzen und einen steigenden Energiebedarf durch das erwartete Wirtschaftswachstum abdecken. Umweltschützer bemängeln in diesem Zusammenhang die mangelnde Energieeffizienz der polnischen Wirtschaft. Auch habe Polen große Potenziale in den Bereichen Biomasse und Windenergie, die genutzt werden sollten, um veraltete Kohlekraftwerke zu ersetzen.

Mittwoch, 24. August 2005

Teilabriss der Saline

Der Bauzustand der historischen Saline in Halles Mansfelder Straße wird immer schlechter. Jetzt soll der Turm der Sichteranlage abgetragen werden, eine Ausschreibung über die Abrissarbeiten läuft bereits. Die Einsturzgefahr ist so groß, dass auch die daneben befindliche Großsiedehalle beschädigt werden könnte, in der zum Stadtjubiläum eine große Ausstellung gezeigt werden soll. Vor dem Abriss des Sichterturms wird noch eine bautechnische Dokumentation angefertigt, um den Turm bei besserer Kassenlage wieder aufbauen zu können.

Wieder Wettlauf zum Mond

Der russische Raumfahrtkonzern Energija plant bereits im nächsten Jahr einen Pendelverkehr zwischen Erde und Mond mit Sojus- Raumschiffen. In einem zweiten Schritt sollen auf der Mondoberfläche Probebohrungen nach Helium-3 niedergebracht werden, das für die thermonukleare Kernfusion gebraucht wird. Helium-3 kommt auf der Erde nur in Spuren vor, ermöglicht aber bei der Fusionsreaktion mit Deuterium den Verzicht auf Tritum und damit eine wesentliche Reduzierung der Neutronenstrahlung. Auch China begründet sein aktuelles Raumfahrtprogramm ausdrücklich mit der Helium-3-Gewinnung und plant für 2007 einen ersten unbemannten Flug zum Mond. Die USA wollen 2015 wieder auf dem Mond landen.

Samstag, 13. August 2005

Kernforderungen zur Bundestagswahl

Die vier großen Umweltverbände Greenpeace, WWF, NABU und BUND haben in einer gemeinsamen Erklärung Kernforderungen zur Bundestagswahl erhoben. Die Verbände fordern von den Parteien, Beraterfirmen und Lobbyeinrichtungen die Weiterentwicklung einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie als "Masterplan für eine zukunftsfähige Politik". Neben den bekannten Standpunkten zu Klimaschutz, Atomausstieg, Ökosteuern, Verkehrspolitik, Gentechnik, Naturschutz und Chemikalienpolitik wird ein sofortiger Stop der WTO-Verhandlungen zum verbesserten Marktzugang für nicht-agrarische Produkte NAMA gefordert, bis die Auswirkungen der Liberalisierung bewertet und negative Auswirkungen auf Entwicklung, Umwelt, Soziales erkannt und behoben wurden. Gestoppt werden soll auch die Dienstleistungsrichtlinie GATS.

Dienstag, 2. August 2005

Gentechnisch veränderte Kokapflanzen

Kolumbianische Drogenfahnder fanden Ende 2004 bei einer Razzia Kokapflanzen, die viel größer waren als alle bisher bekannten. Die Riesenkokas waren deutlich widerstandsfähiger gegen Schädlinge und lieferten achtmal höhere Erträge an Kokain als herkömmliche Pflanzen. Ihre Kraft verdanken sie der grünen Gentechnologie. Denn die kolumbianischen Drogenkartelle hatten schon vor Jahren ausländischen Wissenschaftlern bis zu 150 Millionen Dollar bezahlt, um gentechnisch veränderte Kokapflanzen entwickeln zu lassen. Unkontrollierter Pollenflug oder Superunkräuter sind bei der Kokapflanze noch keine Probleme, nur bei der Kennzeichnungspflicht gentechnisch veränderter Agrarprodukte dürften die Dealer mogeln.

Superunkraut gesichtet

Bei Diskussionen über Gentechnik wird gerne die Gefahr des Entstehens von Superunkräutern heraufbeschworen. Wissenschaftler des britischen Center of Ecology and Hydrology haben nun erstmals nachweisbar herbizidresistente Wildkräuter neben Genraps gefunden. Das CEH-Team hatte mehr als 95.000 Samen frei lebender verwandter Pflanzen in und rund um ein Gen-Rapsfeld eingesammelt und in Gewächshäusern zu fertigen Pflanzen gezogen. Dabei zeigten drei Pflanzen Resistenzen gegen das Herbizid Liberty. Bei zwei Pflanzen von Brassica rapa, der Stoppelrübe und einem Exemplar von Ackersenf (Sinapis arvensis) konnten in der DNA-Analyse genetische Spuren von Gen-Raps nachgewiesen werden. Bei flächendeckendem Genpflanzen-Anbau werden nun noch wesentlich mehr genveränderte Unkräuter erwartet.

Umweltsituation in Russland besorgniserregend

55 Prozent der Russen bezeichnen die ökologische Situation an ihren Wohnorten als besorgniserregend. Neun Prozent der Teilnehmer einer Umfrage bezeichneten ihre Situation als katastrophal. Nur in Moskau und St. Petersburg wurde die Lage der Umwelt positiver eingeschätzt. 72 Prozent der Einwohner anderer russischer Städte bezeichneten die ökologische Situation als ungünstig. 44 Prozent der Befragten erwarten in nächster Zeit eine Verschlechterung der Umweltsituation. An der Befragung des Moskauer "Zentrums zur Erforschung der öffentlichen Meinung" nahmen 1600 Personen aus 153 Siedlungen in 46 Gebieten, Regionen und Teilrepubliken Russlands teil.

Weißrussland tritt dem Kyoto-Protokoll bei

Die Republik Weißrussland wird voraussichtlich am 15. August das Kyoto-Protokoll ratifizieren. Dies teilte Alexander Apazki mit, der Vizeminister für Naturressourcen und Umweltschutz. Minsk will freie Zertifikate für die Umweltbelastung mit Treibhausgasen verkaufen. Wie Apazki meinte, könnten die Einkommen Weißrusslands vom Quotenverkauf zwischen 325 Millionen und 1,750 Milliarden Dollar im Jahr betragen. Dabei werden künftige Preise zwischen fünf und 25 US-Dollar pro Tonne Treibhausgas angenommen. Weißrussland will einen Teil der Einnahmen für die Modernisierung von Kraftwerksanlagen verwenden.

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