Montag, 2. Januar 2006

Mehr Holzsammler

Das Umweltministerium von Sachsen-Anhalt registrierte im Jahr 2005 landesweit fast eine Verdopplung der Nachfrage nach Sammelholz von 38 000 auf 60 000 Festmeter. Manche Revierförster zählten zehnmal mehr Holzsammler als vor vier Jahren. Sogenannte "Selbsterwerber" können Brennholz beim zuständigen Forstamt für 10 bis 15 Euro pro Festmeter im Voraus bezahlen. Eine Regionalzeitung meldete, dass in Bayern Brennholz aus dem Wald bereits knapp werde und bis zu 40 Euro pro Festmeter koste.

Samstag, 31. Dezember 2005

Lötzinn wird bleifrei

Ab Mitte 2006 müssen industriell gefertigte elektronische Geräte bleifrei gelötet werden. Bisher enthielt Lötzinn zu 63% Zinn und 37% Blei. Ein exakter Schmelzpunkt von 183°C ermöglichte saubere Lötstellen bei niedrigen Temperaturen. Ab 1. Juli 2006 beschränkt die europäische Richtlinie RoHS (Restriction of Hazardous Substances) die Verwendung des giftigen Schwermetalls Blei in der Elektronik auf ein Minimum. Private Bastler dürfen weiterhin bleihaltiges Lötzinn verwenden, solange sie ihre Geräte nur für den Eigenbedarf fertigen. Das bleifreie Lötzinn hat einen höheren Schmelzpunkt, ist chemisch aggressiver und teuerer. Die neuen Inhaltsstoffe Wismut und Kupfer sorgen als giftige Metalle auch für neue Gesundheitsgefahren.

Donnerstag, 29. Dezember 2005

Nationalparks fusionieren

Die Nationalparks Harz (in Niedersachsen) und Hocharz (in Sachsen-Anhalt) fusionieren am 1. Januar 2006 über die Landesgrenzen hinweg. Der gemeinsame Nationalpark Harz umfasst 247 Quadratkilometer und beschäftigt 210 Mitarbeiter. Verwaltungssitz ist Wernigerode. Während der Hochharz in Sachsen-Anhalt seit 1990 unter Schutz steht, wurde der Nationalpark Harz in Niedersachsen 1994 gegründet. Höchster Berg des gemeinsamen Schutzgebietes ist der 1142 Meter hohe Brocken.

Dienstag, 20. Dezember 2005

Ökolandbau nicht mehr bevorzugt

Bundes-Landwirtschaftsminister Horst Seehofer erklärte in einem Zeitungsinterview, den Ökolandbau nicht mehr bevorzugt fördern zu wollen. "Für mich sind konventionell wirtschaftende Bauern genauso wichtig wie Ökobauern", sagte er und verwies auf die Absicht der EU, alle Beihilfen für umweltgerechte Landwirtschaft um die Hälfte zu kürzen. Auf nationaler Ebene könnten ab 2009 Fördergelder wegfallen, die bisher für die Umstellung konventioneller auf ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgegeben wurden.

Exportsubventionen werden abgeschafft

Mit schweren Krawallen endete am 19. Dezember in Hongkong die Jahrestagung der Welthandelsorganisation WTO. Die 149 Mitgliedsstaaten der WTO einigten sich in einem Abschlusspapier auf stufenweise Handelserleichterungen und ein Unterstützungspaket für die ärmsten Länder der Erde. Die stark kritisierten Exportförderungen der USA für Baumwoll-Farmer sollen bereits im nächsten Jahr abgeschafft werden. Die Europäische Union und die USA werden bis zum Jahr 2013 alle Exportsubventionen für Agrarprodukte einstellen. Einfuhrzölle und indirekte Agrarbeihilfen der Industrieländer für ihre Landwirte sollen weitgehend beibehalten werden.

Mittwoch, 14. Dezember 2005

Insolvenzverfahren für Arsenfabrik

Das Amtsgericht Magdeburg hat jetzt das Insolvenzverfahren für die Arsenfabrik Astron AG Osterwieck im Landkreis Halberstadt eröffnet. Die Astron AG hatte im Oktober 2004 ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt, nur zehn Monate nach dem Produktionsstart. Der Bau der Fabrik hatte mehr als 16 Millionen Euro gekostet, davon waren etwa die Hälfte Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt. Das Unternehmen hatte 31 Mitarbeiter, die nach eigenen Angaben "das beste, aber auch das teuerste Arsen der Welt" herstellten. Eine örtliche Bürgerinitiative bemängelte Probleme im Immissions- und Katastrophenschutz.

Verkehrsleitsystem gegen Feinstaub

Magdeburg will bis 2007 ein Verkehrsleitsystem für den Feinstaubalarm aufbauen, der Verkehrsströme von kritischen Punkten wegleiten soll. Den Autofahrern sollen durch Vorwegweiser alternative Routen ins Zentrum vorgeschlagen werden. Auf der Ernst-Reuter-Allee zwischen Damaschkeplatz und Jacobstraße wird dann der Verkehr eingeschränkt und bei nachhaltiger Grenzwertüberschreitung auch voll gesperrt. Insgesamt soll das Verkehrsleitsystem 650 000 Euro kosten. Zusätzlich wird ein mobiler Messcontainer an der Kreuzung Ernst-Reuter-Allee/ Otto-von-Guericke-Straße aufgestellt.

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