Donnerstag, 25. Januar 2007

Waldzustandsbericht

Laut Waldzustandsbericht 2006 hat sich der Anteil von gesundem Wald in der Bundesrepublik von 29 auf 32 Prozent etwas erhöht. Deutliche "Kronenverlichtungen" wiesen 48 Prozent der Buchen auf. Ähnlich geschädigte Kronen haben auch 44 Prozent aller Eichen, 27 Prozent der Fichten und 18 Prozent der Kiefern. Verantwortlich dafür seien hauptsächlich die Luftschadstoffe aus Verkehr und Landwirtschaft. Auf den Stress der Klimaerwärmung reagieren die Bäume mit Blatt- und Nadelverlusten, Nottrieben, Notblüten und verstärkter Fruchtbildung.

Samstag, 20. Januar 2007

Zornige Braunbären

Das russische Zivilschutzministerium warnt vor umherirrenden Braunbären. Die so genannten "Shatuny" fanden durch die milde Witterung nicht in den Winterschlaf, verbrauchten ihren Fettvorrat vor der Zeit und ziehen nun ruhelos, hungrig und aggressiv durch die Weiten Rußlands. Auch aus Schweden, Finnland und dem Baltikum werden ähnliche Probleme gemeldet. Zoos und Tierparke konnten ihre Bären mit Zufütterungen bei Laune halten.

Mittelmeerfische in der Nordsee

Der Deutsche Vogelschutzbund weist auf Veränderungen im Fischbestand in Nordeuropa hin. Immer mehr Mittelmeerfische finden den Weg in die erwärmte Nordsee. Beobachtet werden eine hohe Anzahl von Streifenbarben, Meeräschen, Sardinen und Sardellen. Der kälteliebende Kabeljau hingegen wandert nach Norden aus. Damit ändere sich auf den Inseln und an der Nordseeküste auch die Nahrungsgrundlage für die Brutvögel. Eissturmvögel, Trottellummen, Dreizehenmöwen und Küstenseeschwalben zeigen bereits Mangelerscheinungen.

Autobahn St. Petersburg-Moskau

Die russische Umweltbehörde hat der geplanten Autobahn zwischen St. Petersburg und Moskau zugestimmt. Die 650 Kilometer lange Schnellstraße passe sich den Umweltgegebenheiten an und entspreche dem Umweltrecht, hieß es. Die Autobahn soll die völlig überlasteten Fernstraßen zwischen den beiden Metropolen entlasten. Der Trassenbau soll bereits im kommenden Jahr beginnen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2013 geplant. Die Autobahn soll sechsspurig und mautpflichtig werden, für die Fianzierung werden noch private Investoren gesucht.

Atommüll am Rheinfall?

Die Schweizer "Nationale Genossenschaft zur Lagerung radioaktiver Abfälle" (NAGRA) plant ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in dem kleinen Dorf Benken bei Schaffhausen am Rheinfall. Gelagert werden soll Restmüll aus der Brennelemente-Aufarbeitung der fünf Schweizer Atomkraftwerke. Zusätzlich zu den riskanten Castor-Transporten sehen Anti-Atom-Initiativen auch Gefahren für die Trinkwassergewinnung am Rhein. Möglich wäre auch eine Erwärmung und das Austrocknen des "Opalinustons" unter Benken, bei gelegentlichen Erdbeben könnte dann Radioaktivität freigesetzt werden.

Sündige Schneekanonen

Der Betrieb von Schneekanonen kann "sündhaft"sein, sagte der Rektor der Katholischen Privatuniversität Linz, Michael Rosenberger, gegenüber Radio Vatikan. Der Einsatz von Kunstschnee sei nicht in allen Fällen moralisch sauber, denn die Schneekanonen verschlängen Unmengen an Energie und heizen damit den Treibhauseffekt weiter an. Dieser Effekt sorge letztlich dafür, dass kein Schnee auf den Pisten sei. Wer also um jeden Preis dafür sorge, dass jeder Hang weiß ist, versündige sich an der Natur. Der Pater fordert Alternativen für einen umweltverträglichen Tourismus in schneearmen Gebieten.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Weiterbau der A 143 gestoppt

Der Bau der Bundesautobahn A 143 (Westumfahrung Halle) wurde nach einer Klage des Umweltverbands NABU vom Leipziger Bundesverwaltungsgericht gestoppt. Das nördliche Teilstück der strittigen Autobahntrasse soll im Naturpark "Unteres Saaletal" zwei nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützte Gebiete zerschneiden. Das Gericht rügte biologisch-fachliche Mängel in den Antragsunterlagen im Genehmigungsverfahren. In der gebietsbezogenen Verträglichkeitsprüfung fehlten Aussagen zum Artenschutz bei Fledermäusen völlig, botanische und vogelkundliche Aussagen wurden als mangelhaft eingeschätzt. Das Bundesverwaltungsgericht erklärte den Planfeststellungsbeschluss für rechtswidrig und setzte ihn außer Vollzug.

Wartungsbasis für Frachtflugzeuge

nacktfluch Auf dem Flughafengelände bei Schkeuditz wurde vorige Woche eine Wartungsbasis für die im Auftrag der NATO fliegenden russischen Großraumflugzeuge eröffnet. Russisches und ukrainisches Wartungspersonal hält dort eine steigende Anzahl Antonov AN 124-100 in Stand, die zum Transport von Kriegsgütern und Großwaffen in den Irak und nach Afganistan eingesetzt sind. Die Interessengemeinschaft Nachtflugverbot kritisiert die damit verbundene Verletzung des 2+4-Vertrags. Auch unterliege der Flughafen Leipzig/Halle nun sämtlichen Risiken eines Militärflugplatzes - wie Abstürzen von Gefahrgütern und Angriffen mit Mittelstreckenwaffen.

Modellregionen gestartet

Anfang des Jahres startete das Projekt "Erlebnis Grünes Band" des Umweltverbands BUND in vier Modellregionen. Entlang der ehemaligen Zonengrenze sind zahlreiche geführte Radtouren, Kanufahrten, Jugendcamps und Kunstprojekte geplant. In den Regionen Elbe- Altmark- Wendland, im Harz, im Werratal, im Frankenwald und im Thüringer Wald soll naturnaher Tourismus gefördert und der Erhalt des Grünen Bandes als Lebensraum gesichert werden. Anteilsscheine für den Flächenerwerb können für 65,- Euro auf www.dasgrueneband.info gezeichnet werden.

Bulgarien will AKW Kozloduj reaktivieren

Das bulgarische Energieministerium fordert von der Europäischen Kommission, zwei Reaktoren im Atomkraftwerk Kozloduj wieder in Betrieb nehmen zu dürfen. Die Stillegung des bisher einzigen bulgarischen Atomkraftwerks war Vorbedingung für den inzwischen erfolgten Beitritt des Landes zur EU. Falls die Europäische Kommission die erneute Inbetriebnahme nicht bewilligt, sollte sie sich zur Zahlung von 570 Millionen Euro verpflichten, die als Beihilfe zur Stillegung schon einmal im Gespräch waren.

Dienstag, 16. Januar 2007

"Filinchen" mit Algen

filinchen 1956 erfand der Apoldaer Bäckergeselle Oskar Kompa ein im Waffeleisen gebackenes Knusperbrot, das er nach einer Jugendfreundin "Filinchen" nannte. Nach 1990 führte die Gutena GmbH in Apolda die Produktion fort. Neuestes Produkt sind "Filinchen-Active" mit Grünalgen aus einheimischer Zucht. Das Diätbrot enthält 2,2 Prozent getrocknete Chlorella-Algen der Firma Bioprodukte Prof. Steinberg aus Merseburg. Bei einer Pressevorführung wurden auch Zwieback und Mürbegebäck mit Algenpulver vorgestellt, die durch ihren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und essentiellen Aminosäuren besonders gesundheitsfördernd sein sollen.

Eisbären ertrinken

Eine Konferenz im kalifornischen San Diego beschäftigte sich mit Auswirkungen des Klimawandels auf das Lebens der arktischen Polarbären. Im vergangenen Herbst hielten sich zwanzig Prozent der Tiere mehr als 150 Kilometer vor der Küste im Wasser auf, um dort zu jagen. Wegen der rapide schmelzenden Eismassen finden sie kaum noch Ruheplätze und leiden zunehmend an Erschöpfung. Viele erkälten sich, einige ertrinken. Bei Nahrungsmangel kommt es zu Kannibalismus. Die Experten befürchten, dass der Eisbären-Bestand in den kommenden 50 Jahren um 30 Prozent abnehmen wird.

Flammschutzmittel in Kindern

Eine Studie der Umweltorganisation BUND zur europäischen Chemikalienpolitik untersuchte die aktuelle Belastungssituation von Kindern mit Umweltchemikalien. Weichmacher, Flammschutzmittel und künstliche Duftstoffe führen die Liste der in Kindern nachgewiesenen Chemikalien an. Die Stoffe stammen unter anderem aus Wickelunterlagen, Babyfläschchen oder Kinderspielzeug. Mit so genannten Altstoffen wie DDT oder PCB seien die Kinder zwar weniger belastet als ihre Elterngeneration, in Blutproben Heranwachsender wurden jedoch doppelt so viele polybromierte Diphenylether gefunden wie bei Erwachsenen.

Donnerstag, 11. Januar 2007

Ölbohrungen in Alaska

US-Präsident George W. Bush hat das seit 16 Jahren geltende Verbot aufgehoben, in der Bristol-Bucht in West-Alaska nach Öl und Gas zu bohren. Dort werden 200 Millionen Barrel Rohöl und große Mengen Erdgas vermutet. Naturschützer fürchten nun um die seltene Walart 'Pazifischer Nordkaper'. Die geplanten Bohrstandorte liegen auch auf der jährlichen Wanderroute der Rotlachse. Das Verbot der Bohrungen war 1990 unter dem Eindruck der Tankerkatastrophe der "Exxon Valdez" beschlossen worden.

Limo mit Warnhinweisen

Die 'Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke' hat zugesagt, von April an den genauen Kaloriengehalt von alkoholfreien Erfrischungsgetränken auf den Vorderseiten der Flaschen anzugeben. Auch Angaben zum Anteil an Fettsäuren, Phosphaten und Natrium sollen gemacht werden. Die Hersteller wollen zudem mehr kalorienreduzierte Produkte anbieten. Bei Kindern unter zwölf Jahren und in Grundschulen soll nicht mehr für Cola und energiereiche Limonaden geworben werden. Die Branche will damit Auflagen der Europäischen Union zuvorkommen, die von 2009 an eine Kennzeichnungspflicht für gesundheitsgefährdende Lebensmittel plant.

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