Bio-Piraten in Afrika
Eine Studie des US-amerikanischen Edmonds Institute listet 36 Beispiele von Biopiraterie in Afrika auf. Die Firma Glaxo Smith Kline hält ein Patent auf Immunpräparat Rapamycin. Das Molekül wurde aus einem Termitenhaufen im Gambia isoliert. Gambia erhielt nichts. Die Firma Phytopharm PLC hält ein Patent auf Extrakte der Pflanze Artemista judaica, die lybische Heiler seit langem gegen Diabetes anwenden. Der Appetitszügler Hoodia wurde aus der traditionelllen Medizin des San-Stammes in Südafrika entwickelt. Auch Inhaltsstoffe von Meerestieren der Kapverden, Kenias, der Seychellen und Südafrikas wurden erfolgreich patentiert und vermarktet. In keinem Fall profitierten Ursprungsländer oder -gemeinschaften von den Patenten.
stulli - 15. Apr, 13:24

Der Natur-Aktien-Index (NAI) hat am 3. April 2006 ein neues Allzeithoch erreicht und erstmals die Marke von 4000 Punkten übersprungen. Der NAI setzt sich aus 25 Aktienwerten zusammen, die nach ökologischen und sozialen Kriterien von einem privaten Indexprovider berechnet werden. Die "grünen" Aktien und Fonds haben nach Ansicht beteiligter Fondsanbieter an sich schon ein höheres Steigerungspotential als konventionelle Wertpapiere. Hinzu kommen international steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die weiterhin üppige Förderung regenerativer Energien durch die neue Bundesregierung.
