Samstag, 15. April 2006

Bio-Piraten in Afrika

Eine Studie des US-amerikanischen Edmonds Institute listet 36 Beispiele von Biopiraterie in Afrika auf. Die Firma Glaxo Smith Kline hält ein Patent auf Immunpräparat Rapamycin. Das Molekül wurde aus einem Termitenhaufen im Gambia isoliert. Gambia erhielt nichts. Die Firma Phytopharm PLC hält ein Patent auf Extrakte der Pflanze Artemista judaica, die lybische Heiler seit langem gegen Diabetes anwenden. Der Appetitszügler Hoodia wurde aus der traditionelllen Medizin des San-Stammes in Südafrika entwickelt. Auch Inhaltsstoffe von Meerestieren der Kapverden, Kenias, der Seychellen und Südafrikas wurden erfolgreich patentiert und vermarktet. In keinem Fall profitierten Ursprungsländer oder -gemeinschaften von den Patenten.

Donnerstag, 13. April 2006

Bundesrat ignoriert Dieselrußfilter

Nach einer Entscheidung des Bundesrates sollen künftig Fahrzeuge ohne Dieselrußfilter die gleichen Plaketten wie Fahrzeuge mit Rußfilter erhalten. Vor allem Baden-Württemberg und Bayern stellten sich gegen die rasche und flächendeckende Einführung der Partikelfilter. Damit hat der Bundesrat die Kennzeichnungs- Verordnung stark verwässert, die die Vergabe von unterschiedlichen Plaketten abhängig vom Partikelausstoß des Fahrzeuges regelt. Umweltverbände kritisieren vor allem die Zusammenlegung der Plaketten für Euro 5- und Euro 4-Norm als Mogelpackung, die veraltete Technik begünstigt und gleichzeitig Umwelt und Gesundheit nachhaltig schädigt.

Mittwoch, 12. April 2006

"Private" Nationalparks

In Mecklenburg-Vorpommern sollen erstmals zwei neue Nationalparks privat finanziert werden. Das 24 000 Hektar große Peenetal zwischen Demmin und Anklam und die 10 000 Hektar umfassende "Gottesheide" südlich des Stettiner Haffs gehören dem Bund. Naturschutzgebiete sind Ländersache, doch Mecklenburg-Vorpommern betreibt mit Jasmund, Müritz und Boddenlandschaft schon drei Nationalparks. Um das Land nicht zu überfordern, sollen nun private "Stiftungsnationalparks" die jeweils nötigen 20 bis 30 Millionen Euro Stiftungskapital bei Sponsoren auftreiben. Mit den Zinsen des eingesammelten Kapitals sollen dann die laufenden Kosten für Besucherlenkung, Aussichtstürme und Park-Ranger bestritten werden.

Sonntag, 9. April 2006

Autobahnplanung vergeben

Die Autobahn A 14 soll von Magdeburg über Stendal und Wittenberge nach Schwerin weiter gebaut werden. Das Magdeburger Verkehrsministerium hat dafür jetzt Aufträge zur straßenbautechnischen Entwurfsplanung sowie zur landschaftspflegerischen Begleitplanung vergeben. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurden Planungsarbeiten im Wert von etwa 100 Millionen Euro in Auftrag gegeben. Die Planung der Elbquerung erfolgt durch das Land Brandenburg. Das Planfeststellungsverfahren wird im Jahre 2008 beginnen. Der Bau der A14-Nordverlängerung auf sachsen- anhaltinischem Gebiet soll dann noch einmal etwa 500 Millionen Euro kosten.

Verein gegründet

Im Umkreis des Magdeburger Wirtschaftsministeriums wurde am vergangenen Mittwoch das "Zentrum für Regenerative Energien Sachsen-Anhalt e.V." gegründet. Über die Fördermittelvergabe hinaus will die Ministerialbürokratie dadurch mehr Einfluß auf die Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien gewinnen. Planerisch begleiten will man Arbeiten rund um Brennstoffzellen, Windräder, Biomasse und Photovoltaik. Die Leistung aller regenerativen Energieanlagen in Sachsen-Anhalt hat mit 4500 Megawatt bereits einen Anteil von rund 45 Prozent an der gesamten installierten Kraftwerksleistung des Landes erreicht.

Donnerstag, 6. April 2006

Natur-Aktien-Index im Allzeithoch

nai_Logo Der Natur-Aktien-Index (NAI) hat am 3. April 2006 ein neues Allzeithoch erreicht und erstmals die Marke von 4000 Punkten übersprungen. Der NAI setzt sich aus 25 Aktienwerten zusammen, die nach ökologischen und sozialen Kriterien von einem privaten Indexprovider berechnet werden. Die "grünen" Aktien und Fonds haben nach Ansicht beteiligter Fondsanbieter an sich schon ein höheres Steigerungspotential als konventionelle Wertpapiere. Hinzu kommen international steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie die weiterhin üppige Förderung regenerativer Energien durch die neue Bundesregierung.

Harnstoff gegen Stickoxide

Die Nutzfahrzeugsparte von Daimler/Chrysler führt zur Zeit Flottentests mit Harnstoff- Katalysatoren durch. Der Mercedes Citybus "Citaro" hat neben dem Dieseltank noch einen Vorratsbehälter für eine wässrige Harnstoff-Lösung, die in einem speziellen Katalysator Stickoxide zu elementarem Stickstoff und Wasser reduziert. Die neuen Busse genügen der EU4-Dieselnorm und verbrauchen etwa sechs Prozent weniger Kraftstoff gegenüber den gleichen Fahrzeugen mit EU3-Motoren. Die Harnstofflösung heißt bei Mercedes "Additiv AdBlue" und kostet rund 50 Cent pro Liter, für 100 Liter Kraftstoff werden drei Liter Additiv verbraucht.

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