Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht kritisiert den vorgezogenen Baubeginn der sogenannten "Soda-Brücke" über die künftige Autobahn A 14 bei Colbitz. Wie die Magdeburger
Volksstimme berichtete, sieht das Gericht die besondere Prüfung der Naturschutz-Belange als nicht ausreichend erfüllt an. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte mit der Begründung geklagt, dass eine Brücke an dieser Stelle überhaupt nicht gebraucht werde. Die "Soda-Brücke" soll von Baufahrzeugen genutzt werden und später als Wirtschaftsweg für örtliche Landwirte zur Verfügung stehen. Bis zu einer endgültigen Gerichtsentscheidung ruhen nun die Bauarbeiten.
stulli - 17. Mai, 12:43
Die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt lassen zur Zeit die Wirtschaftlichkeit der Unstrutbahn zwischen Naumburg und Artern untersuchen. Thüringen beabsichtigt, ab Dezember den Eisenbahnverkehr zwischen Nebra und Artern nicht mehr weiter zu bestellen. Dagegen protestierte die Bürgerinitative zum Erhalt der Unstrutbahn mit einem Aktionstag am Wochenende in Wangen bei Nebra. Kommunalpolitiker und Gewerbetreibende des Landkreises Merseburg/Querfurt weisen darauf hin, dass auch der sich gerade erst entwickelnde Tourismus zur "Himmelsscheibe" und entlang des Unstrut-Radwanderweges betroffen wäre.
stulli - 16. Mai, 22:23
Für Investitionen in die Wiederaufnahme des Elektrobetriebs und die langfristige Sicherung der Rübelandbahn stellt das Land Sachsen-Anhalt in diesem Jahr rund 450 000 Euro an Fördermitteln bereit. Erste Maßnahmen zur Zugsicherung seien geplant und könnten bereits begonnen werden, teilte Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre mit. Das Landesverwaltungsamt hat inzwischen dem vorzeitigen Maßnahmebeginn zugestimmt, um den DDR-Standard auf der steigungsreichen Strecke zwischen Elbingerode und Blankenburg wieder herzustellen.
stulli - 16. Mai, 22:21
Auf Betreiben von Umweltminister Siegmar Gabriel soll wieder ein Befürworter der Atomkraft die Reaktorsicherheits- Kommission der Bundesregierung leiten. Nach dem Willen von Staatssekretär Matthias Machnig soll der frühere Siemens-Mitarbeiter Klaus-Dieter Bandholz Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Michael Sailer werden. Bandholz war mehr als zwei Jahrzehnte beim Siemens-Konzern in der Reaktorentwicklung beschäftigt und arbeitet seitdem bei der Firma Energiesysteme Nord (ESN) als Gutachter für verschiedene Aufsichtsbehörden.
stulli - 16. Mai, 22:19
Die Welt-Naturschutz-Union stellte am vergangenen Dienstag in der Schweiz ihre neue Rote Liste vor. Die Zahl der Tiere und Pflanzenarten, die vom Aussterben bedroht sind, ist auf 16 119 angestiegen. Gefährdet sind ein Drittel aller Amphibien- und ein Viertel aller Säugetierarten, außerdem jede achte Vogelart. Bei den Pflanzen gelten besonders die Nadelbäume als bedroht, betroffen ist hier ein Viertel der Spezies. Von den 547 Haien und Rochen gelten rund 20 Prozent als gefährdet. Die Rote Liste verzeichnet 530 Neuzugänge. Eisbär, Flusspferd und Gazellenarten sind stärker bedroht als früher. Gefährdet sind auch viele Süßwasser-Fische.
stulli - 16. Mai, 22:13
Der Kleiber ist zum Vogel des Jahres 2006 gewählt worden. Nun hat er auch seine eigene Webkamera: der Naturschutzbund NABU beobachtet im niedersächsischen Hollenstedt (im Landkreis Harburg) rund um die Uhr die Aufzucht von Kleiber-Küken mit einer Infrarotkamera. Zwei zusätzliche Außenkameras zeigen den Höhleneingang und die Umgebung. Kleiber leben in Eichen- und Buchenwäldern. Sie können Baumstämme kopfüber hinunter laufen, was manchmal auch auf der Internet-Seite
www.nabu.de/kleiber zu beobachten ist.

stulli - 9. Mai, 20:44

Seit dem 1. Mai sind erweiterte Regelungen zur Verpackungsverordnung in Kraft. Leere Getränkeverpackungen können nun überall dort zurückgeben werden, wo Dosen oder Flaschen gleicher Art verkauft werden. (Eine Flasche, die z.B. bei Aldi gekauft wurde, kann also auch bei Lidl abgegeben werden.) Läden unter 200 Quadratmetern Verkaufsfläche sind von der Rücknahmepflicht für alle Getränkeverpackungen befreit. Die Deutsche Pfandsystem GmbH wird künftig ein Rücknahmesystem verwalten, das die bundesweite Verrechnung der Pfandbeträge regelt. Auch für Erfrischungsgetränke ohne Kohlensäure und alkoholische Mischgetränke soll künftig eine Pfandpflicht gelten.
stulli - 2. Mai, 09:42
Im hessischen Nidderau haben Wissenschaftler am Samstag zum ersten Mal genmanipulierte Gerste im Freiland ausgesät. Es wurden 5000 genmanipulierte Gerstenkörner in 9,6 Quadratmeter Gartenboden eingebracht. Professor Karl-Heinz Kogel von der Universität Gießen informierte darüber, dass die Arbeiten ohne Proteste durchgeführt werden konnten. Erst am Sonntag demonstrierten 170 Gentechnik-Gegner in Nidderau, gelangten aber nicht auf die stark gesicherte Gartenfläche. Der Asta der Gießener Universität sprach sich gegen den Anbau aus. Zwar sei das Risiko des Pollenfluges nahezu ausgeschlossen. Trotzdem wolle man kein Bier trinken, dass mit der genmanipulierten Gerste gebraut würde.
stulli - 2. Mai, 09:41
Der bolivianische Präsident Evo Morales veröffentlichte am Montag ein Dekret, das die internationalen Energiekonzerne dazu verpflichtet, ihre Erdgas-Förderanlagen dem Staat zu übertragen. Zugleich wurde ausländischen Investoren zugesichert, ihre Eigentumsrechte zu wahren. Konzerne wie Total, Repsol und Petroleo Brasileiro haben seit Mitte der 90er Jahre rund dreieinhalb Milliarden Dollar in die ERdgasförderung Boliviens investiert. Die internationalen Konzerne haben nun 180 Tage Zeit, um Verträge auszuhandeln, mit denen sie dem bolivianischen Staat ihre Aktien zu übereignen. Nach 1937 und 1969 ist dies die dritte Verstaatlichung der bolivianischen Erdöl- und Erdgasvorkommen.
stulli - 2. Mai, 09:41
Das Magdeburger Hygieneinstitut hat die Aufgabe, kontinuierlich die Strahlenbelastung in Sachsen-Anhalt zu messen. Während nach der Katastrophe von Tschernobyl teilweise "erhebliche" Strahlungen an Wiesenkräutern festgestellt wurden, soll die radioaktive Belastung jetzt nur noch etwa ein Prozent über der natürlichen Exposition liegen. Institutsdirektor Bernd Thriene lies durchblicken, dass dies in den vergangenen 20 Jahren nicht immer so gewesen sei, gesundheitliche Gefahren hätten aber nicht bestanden. Mit durchschnittlich 1000 Becquerel je Quadratmeter Boden liege die gemessene Dosis minimal über den Werten vor 1986. Ursache ist das 1986 ausgetretene Cäsium 137 mit einer Halbwertzeit von 30 Jahren.
stulli - 25. Apr, 16:19